Einsatzgebiete bis 200 ° C, Dampferzeugung für Industrie und Leistungen größer als 100 MW wurden in den letzten Jahren realisiert und sind heute am Markt verfügbar.
Am 10. und 11. Juni stand Velden am Wörthersee ganz unter dem Thema der Wärmepumpe und ihrer Schlüsselrolle für die Senkung des Energiebedarfs, die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft und des Klimaschutzes. Rund 160 Teilnehmende aus Österreich, Schweiz, Deutschland und Italien informierten sich über neue Lösungen, Möglichkeiten und Einsatzgebiete, wie Nah- und Fernwärme, bestehende Siedlungsbauten und Industrie, den Energieeinsatz und damit verbundenen Kosten reduzieren können.
Die Industrie benötigt etwa ein Viertel des gesamten Energiebedarfs. Davon werden 43 % verwendet, um Temperaturen von bis zu 200 °C zu erzeugen. In vielen gewerblichen und industriellen Bereichen können Wärmepumpen diese Temperaturen und Leistungen hocheffizient, schadstoff- und CO2-frei bereitstellen.
Dem großen Potenzial der Wärmepumpentechnologie für die Dekarbonisierung, Steigerung der Energieeffizienz und Senkung der Betriebs- und Energiekosten widmet sich der 8. Internationale Großwärmepumpen-Kongress, der am 10. und 11. Juni 2024 beim Schaukraftwerk Forstsee am Wörthersee stattfindet.
Die mit dem Angriffskrieg in der Ukraine verbundenen Energiepreisschwankungen und Versorgungsunsicherheiten läuteten 2022 die Trendwende am österreichischen Heizungsmarkt ein: Erstmals wurden mehr erneuerbare Heizsysteme installiert als Fossile. Trotz rückläufiger Bautätigkeit stieg der gesamte Heizungsabsatz 2022 auf über 110.000 Stück. Fallende Energiepreise, stark gestiegene Baupreise und Zinsen und die Ankündigung höherer Förderungen ab 2024 führten zum drastischen Rückgang am Heizungsmarkt um rund 25.000 Stück im Jahr 2023.
Nach der historischen Trendwende wirkten deren Nachholeffekte bis ins erste Halbjahr 2023 hinein. Das Scheitern des Erneuerbaren Wärme Gesetzes in seiner ursprünglichen Form und die Ankündigung der neuen höheren Bundes- und Landesförderungen durch unsere Regierung brachten den Markt im vierten Quartal beinahe zum Erliegen. „Abwarten und nichts tun ist in der jetzigen Situation das Falsche!" betont Verbandspräsident Freimüller.
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