Die Diskussion ist längst nicht mehr, ob die Wärmepumpe das führende Heizsystem der Zukunft ist, sondern wie ihr Potenzial in der Praxis vollständig genutzt werden kann. Für InstallateurInnen und PlanerInnen wird dieses Thema damit zur zentralen Qualitätsfrage.
Wärmepumpen gelten als zentraler Baustein für die Energiewende in Österreich. Eine aktuelle Studie zeigt, wie diese Technologie netzdienlich und kundenorientiert eingesetzt werden kann. Gleichzeitig analysieren wir die Emissionspotenziale in Industrie und Gebäuden sowie die politischen Rahmenbedingungen.
Der Wärmepumpenmarkt steht 2025 unter spürbarem Gegenwind. Im dritten Quartal fuhren Heizungswärmepumpen ein Minus von knapp 33 Prozent ein. Kumuliert liegen die Marktzahlen bei Heizungswärmepumpen nach den ersten drei Quartalen 2025 um 16,55 Prozent unter dem Vorjahr, Brauchwärmepumpen um knapp 11 Prozent darüber.
Die Wärmepumpe bleibt Schlüsseltechnologie auf dem Weg zur Klimaneutralität. Doch der Markt zeigt 2025 ein ambivalentes Bild: Sowohl das Potenzial als auch die Herausforderungen – von neuen Förderungen und Gesetzen über den rückläufigen Heizungsmarkt bis hin zur Fachkräfte-Ausbildung – sind groß.
Vielen Wärmepumpen-BetreiberInnen ist unbekannt, dass ihre Wärmepumpe kühlen kann. "Da Kühlen immer wichtiger wird und viele WärmepumpenbesitzerInnen dies nicht wissen, können sie dies ab sofort auf unserer Verbandswebsite überprüfen", sagt Präsident Freimüller.
Die Wärmepumpe hat sich in den letzten Jahren als zentrale Technologie für die Dekarbonisierung des Heizungssektors in Österreich etabliert. Sie gilt als Schlüssel zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2040 und zur Reduktion der CO₂-Emissionen im Gebäudesektor. Trotz ihres großen Potenzials zeigen die aktuellen Marktzahlen für 2025 ein gemischtes Bild
Die Wärmepumpe ist der zentrale Baustein einer modernen Heiztechnik und die Schlüsseltechnologie für leistbare Energie- und Wärmeversorgung. Sie ist allerdings kein Plug-and-Play-Produkt. Wer sie fachgerecht planen, installieren und betreiben will, braucht fundiertes Wissen und vor allem: Praxiserfahrung.
Präsident Freimüller spricht im Interview mit Dieter Last, Der österreichische Installateur, über die Zukunft der Wärmepumpe in Österreich. Trotz eines Rückgangs zu Jahresbeginn zieht die Nachfrage wieder an – nicht zuletzt dank staatlicher Förderungen. Im Gespräch betont WPA-Präsident Richard Freimüller die Notwendigkeit einer langfristigen Unterstützung über mindestens zehn Jahre, um die Klimaziele zu erreichen. Im Fokus stehen dabei auch die Herausforderungen rund um die Schallbelastung durch Luft-Wasser-Wärmepumpen und wie moderne Lösungen wie Schallschutzhauben, akustische Planung und clevere Aufstellorte für mehr Akzeptanz und Ruhe im Wohnumfeld sorgen können
Die Nachfrage nach Wärmepumpen hat im zweiten Halbjahr 2024 spürbar zugenommen, und es ist offensichtlich: Förderungen und verbesserte Rahmenbedingungen zeigen Wirkung. Insbesondere im Bereich der Sanierung sind Wärmepumpen gefragter denn je. Auch dank der geänderten Fördervoraussetzungen für Wärmepumpen mit der Vorlauftemperatur von 55 °C.
Die laufende Entwicklung und Anpassung der Wärmepumpentechnologie ist entscheidend für die Zukunft des Heizens und Kühlens in Österreich. Innovative Ansätze und die Einhaltung künftiger Regulierungen sind notwendig, um die Klimaziele zu erreichen und die Wärmewende nachhaltig voranzutreiben. Mit Anpassungen an die Marktentwicklungen und einer Vielzahl neuer Lösungen bleibt die Wärmepumpe eine Schlüsseltechnologie der Energiewende.
Im Zeitraum von Jänner bis September 2024 liegt der Absatz bei Wärmepumpen noch 9,34 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dennoch wird erwartet, dass der Gesamtabsatz des heurigen Jahres jenen von 2023 übertrifft. Die Wärmepumpe bleibt die bevorzugte Heizungsart in Österreich, insbesondere bei der Heizungssanierung. Immer mehr an Bedeutung gewinnt die Kühlfunktion der Wärmepumpe, die sie zu einer noch vielseitigeren und nachhaltigen Lösung für moderne Wohn- und Geschäftsgebäude macht.
In einem Interview erklärt Verbandspräsident Richard Freimüller, warum der Zug in Richtung natürlicher Kältemittel zu schnell fährt – und die Energiewende bremsen könnte.
Der Absatz im ersten Halbjahr 2024 liegt um 29,1 Prozent hinter dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Trotz des Absatzrückgangs bleibt die Wärmepumpe die bevorzugte Heizungsart in Österreich, vor allem in der Heizungssanierung.
Wärmepumpen fungieren als flexible Verbraucher, die überschüssigen Strom in Form von Wärme speichern und diesen bei Bedarf nutzen können. Durch gezieltes Abschalten können sie zudem dazu beitragen, Verbrauchsspitzen im Stromnetz zu glätten. Dieses Lastmanagement mit Wärmepumpen hat sich als energieeffizient erwiesen und fördert die Integration von Strom- und Wärmesektor, reduziert die Abhängigkeit von Importen und trägt aktiv zum Klimaschutz bei.
Am 19. Juni 2024 präsentierte das Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) die Marktzahlen des Jahres 2023. Eine Presseaussendung folgte mit dem Titel „Rückgang bei Wärmepumpen deutlich kleiner als bei Pellets“.
"Wir sehen das größte Problem bei den Förderungen darin, dass niemand den Betrag nennt, ab wann die 75 Prozent Förderung greifen. Es muss transparenter werden und die Menschen müssen sich auskennen, wie hoch die eigene Investition ist und welcher Betrag gefördert wird“, fordert Präsident Freimüller.
22
März
8. Internationaler Großwärmepumpen-Kongress 10. und 11. Juni 2024
Die Industrie benötigt etwa ein Viertel des gesamten Energiebedarfs. Davon werden 43 % verwendet, um Temperaturen von bis zu 200 °C bereit zu stellen. Dabei handelt es sich um Temperaturbereiche, welche Wärmepumpen hocheffizient, schadstoff- und CO2-frei bereitstellen können.
Für eine klimaneutrale Industrie muss sowohl die gebäudebezogene Wärmeversorgung als auch die Erzeugung von Prozesswärme auf nachhaltige und erneuerbare Wärmequellen umgestellt werden.
Obwohl der österreichische Heizungsmarkt 2023 insgesamt einen Rückgang von rund 25.000 Einheiten verzeichnete, haben Wärmepumpen ihren Marktanteil erneut erhöht, was sie als das führende Heizsystem der Zukunft bekräftigt. Der Gesamtabsatz von Heizungs- und Brauchwasserwärmepumpen von 54.910 Stück im Vorjahr bedeutet gegenüber dem Rekordjahr 2022 ein Minus von 9,02 Prozent. Während die Baubranche schwächelt und die politischen Rahmenbedingungen schwanken, bleiben Wärmepumpen das Zentrum einer klimafreundlichen Energiepolitik.
29
Januar
Auf Heizungstauscher wartet der Förderregen
„Ich habe mir eine langfristige Förderstrategie und Mittel bis 2040 gewünscht, damit Planungssicherheit herrscht. Ich kann daher nur jedem raten, jetzt die Heizung zu tauschen“, sagt der Verbandspräsident Freimüller im Interview mit Marco Riebler, Salzburger Nachrichten, 29. Jänner 2024.
Wärmepumpen kosten langfristig weniger als Gasheizungen, dies zeigt neue Ariadne-Studie des Fraunhofer ISE, in der langfristigen Kosten verschiedener Heiztechniken über 20 Jahre verglichen wurden. In Ein- und Zweifamilienhäusern und bei un- oder teilsanierten Altbauten sind Wärmepumpen umweltfreundlicher und wirtschaftlicher als erneuerte Gasheizungen.
Öl und Gas sollen bald ausgedient haben. Die Wärmepumpe gilt als das Heizsystem der Zukunft. Aber wie sieht es aus mit Betriebskosten, Lärm und Wartung? 12 Fragen und Antworten zur Luft-Wärmepumpe an Verbandspräsident Richard Freimüller. Von Vanesse Haidvogl, Kurier, 20.11.2023
Anstatt mit umweltschädlich fluorierten Kältemitteln sollen Wärmepumpen künftig mit natürlichen Kältemitteln betrieben werden. Am wichtigsten ist: „Alle Kunden, deren Wärmepumpen schon laufen oder in nächster Zeit eingebaut werden, können ihre Wärmepumpen ohne jegliche Einschränkungen über die gesamte Lebensdauer betreiben.“ Verbandspräsident Richard Freimüller im Gespräch mit Alexander Zens, OÖN, 18.11.2023.
Wie können wir Gebäude effizient und CO2-arm kühlen? Die Antwort: Mit einer Wärmepumpe! Anstatt Energie zu verbrauchen, um Kälte zu erzeugen, nutzt die Wärmepumpe die vorhandene kostenlose Umgebungswärme.
Am 15. Juni stand Richard Freimüller bei „TGA meets Energie: Raus aus dem Gas - Wie soll das gehen?“ als Vertreter der österreichischen Wärmepumpenbranche auf dem Podium. Laut dem Präsidenten des Verbandes Wärmepumpe Austria gibt es keine Energiewende ohne Wärmewende und keine Wärmewende ohne Wärmepumpe!
Richard Freimüller ist seit elf Jahren Präsident des Verbandes WÄRMEPUMPE AUSTRIA. Mit Feingefühl versucht er die Interessen der unterschiedlichen Player zu vertreten. Autor: Franz Artner, buildingTimes.
2022 hat die Wärmepumpe erstmalig die über lange Jahre führende Gasheizung an der Spitze des Absatzmarktes abgelöst. Ein kleines Erdbeben am Heizungsmarkt. Inklusive Warmwasser-Wärmepumpen wurden im Vorjahr 60.357 Stück abgesetzt.
23
Mai
Präsident Freimüller im Interview | OÖ Nachrichten
Titelseite Wirtschaftsteil OÖ Nachrichten, 23. Mai 2023, Autor: Alexander Zens
Mit der Zustimmung des EU-Parlaments zur Novellierung der F-Gase-Verordnung ist die Wärmepumpenbranche von einem weitgehenden Ausstieg an fluorierten Kältemitteln betroffen, mit erheblichen Auswirkungen sowohl für Hersteller als auch der bisherigen Einsatzgebiete.
In einem kürzlich erschienen Beitrag der Internationalen Energieagentur in Paris (IEA), werden viele Argumente für die Wärmepumpe hervorgehoben und deren zentrale internationale Bedeutung für eine erfolgreiche Energiewende und die Erreichung der Klimaziele betont. Viele dieser Argumente bekräftigen unsere bisherigen Aussagen. Gleichzeitig wird mehrfach auf das bei Weitem noch nicht ausgeschöpfte Potenzial und die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten, auch im Gewerbe und der Industrie, hingewiesen. IEA-Exekutivdirektor Fatih Birol fasst wie folgt zusammen:
„Wärmepumpen sind ein unverzichtbarer Bestandteil jedes Plans zur Reduzierung von Emissionen und Erdgasverbrauch und hat eine dringende Priorität in der Europäischen Union. Die Technologie hat sich bewährt, auch in den kältesten Klimazonen. Die politischen Entscheidungsträger sollten sich für diese Technologie einsetzen, die derzeit eine beispiellose Dynamik erlebt. Wärmepumpen werden von zentraler Bedeutung sein, um sicherzustellen, dass jeder seine Häuser in diesem und im nächsten Winter heizen kann, um gefährdete(einkommensschwache?) Haushalte und Unternehmen vor hohen Preisen zu schützen und die Klimaziele zu erreichen."
Mit 38.583 Stück verkauften Wärmepumpen wurde im Österreichischen Inlandsmarkt im Jahr 2021 ein neuer Rekordabsatz erreicht. Abseits des klassischen Anwendungsbereichs im Neubau und in der Sanierung steigt das Interesse am hocheffizienten Wärmeerzeuger in Industrie, Gewerbe und mehrgeschossigen Wohnbau. Die Absatzkurve zeigt auch 2022 steil nach oben.
Die Wärmepumpe ist das führende Heizsystem im Neubau. In der Sanierung ist ein starkes Wachstum zu verzeichnen – mit viel Luft nach oben. Durch beständige Aufklärungsarbeit gelingt es, alte Mythen zu entkräften. So können bei entsprechend sorgfältiger Planung vorhandene Heizkörper mit einer Wärmepumpe als Niedrigtemperatursystem betrieben werden. Sind Wärmepumpen richtig ausgelegt, können damit ganze Städte versorgt werden.
Gerade in Zeiten hoher Energiepreise gewinnen Parameter wie Wirkungsgrad, Energieeffizienz, oder Stromverbrauch bei der Wahl des Heizsystems an Bedeutung. Die Wärmepumpe überzeugt sowohl durch ihren hohen Wirkungsgradgewinn als auch der Möglichkeit, sie zum Kühlen von Gebäuden einzusetzen - ein Mehrwert und Alleinstellungsmerkmal, den die Wärmepumpe als einzige erneuerbare Heiztechnologie bietet. Neben Privatgebäuden ist dieser Pluspunkt auch bei großvolumigen Wohnbauten mit mehr als zehn Wohneinheiten und in Gewerbe- und Industriebetrieben ein weiteres Argument, das für den Umstieg von fossilen Energieträgern auf eine Wärmepumpe spricht.
The historical development of the heat pump market shows an early phase of technology diffusion in the 1980s (mainly heat pumps for water heating), followed by a significant market decrease in the 1990s and a strong market diffusion starting from the year 2001 (now mainly heat pumps for space heating).
Rund 285.000 Haushalte heizen mit Wärmepumpen, davon 75.000 in Oberösterreich. Sie haben einen viel höheren Stromverbrauch als andere. "Die Leute, die sich für Alternativenergie entschieden haben, werden bestraft", sagt Richard Freimüller, Präsident des Verbands Wärmepumpe Austria mit Sitz in Linz.
Auszug aus dem Beitrag Strompreisbremse: Wärmepumpen-Betreiber fühlen sich "bestraft", OÖNachrichten, 1. Dezember 2022.
In der September-Ausgabe der TGA wird ein Ende der wassergeführten Heizsysteme angekündigt. Dem hat Präsident Richard Freimüller umgehend mit einem Interview widersprochen, welches in der Oktober-Ausgabe der TGA erscheinen wird
Je effizienter die Wärmepumpe arbeitet, desto geringer ist der Stromverbrauch und damit die Energiekosten. Einige Maßnahmen, die größtenteils von den Endkunden selbst durchgeführt werden können, sorgen jetzt dafür, dass die Anlage in der nächsten Heizsaison optimal läuft. Das Einsparpotential beginnt allerdings schon bei der Qualität der Installation und Inbetriebnahme.
Mit 38.583 Stück verkauften Wärmepumpen wurde im Österreichischen Inlandsmarkt im Jahr 2021 ein neuer Rekordabsatz erreicht. Abseits des klassischen Anwendungsbereichs im Neubau und in der Sanierung steigt das Interesse von Industrie und Gewerbe am hocheffizienten Wärmeerzeuger. Die Absatzkurve zeigt auch 2022 steil nach oben.
Mit 38.583 Stück verkauften Wärmepumpen wurde im Österreichischen Inlandsmarkt im Jahr 2021 ein neuer Rekordabsatz erreicht. Abseits des klassischen Anwendungsbereichs im Neubau und in der Sanierung steigt das Interesse von Industrie und Gewerbe am hocheffizienten Wärmeerzeuger. Die Absatzkurve zeigt auch 2022 steil nach oben.
Die digitale Planung hat sich in praktisch allen Gewerken durchgesetzt. BIM, Building Information Modeling ist ein wesentlicher Bestandteil der Digitalisierung, der sich immer mehr etabliert. BIM beeinflusst die Wertschöpfungskette im Baubereich wesentlich und führt dabei zu starken organisatorischen Veränderungen der Abläufe.
Eine erfolgreiche Wärmewende ist nur mit einem breiten Einsatz von Wärmepumpen zu schaffen. Sie greifen auf Umgebungswärme wie Luft, das Erdreich oder Grundwasser als Wärmequelle zurück. Sie sind hochgradig energieeffizient und stellen vor allem auch eine ökologiebewusste Wärmelösung dar
Abseits der klassischen Anwendungsbereiche hat sich das Anwendungsfeld der Wärmepumpe stark erweitert. Als Teil eines Fernwärmenetzes, als Heizungssystem im großvolumigen Wohnbau, in Industrie und Gewerbe, aber auch in Hotellerie und auch in Krankenhäusern, halten Wärmepumpen Einzug. Speziell die Bereiche Hotel und Krankenhäuser stellen die Haustechnik vor großen Herausforderungen, denen Wärmepumpensysteme bei fachmännischer Planung und Ausführung gewachsen sind.
Neben der klassischen Anwendung als hocheffizientes Heizungssystem werden Wärmepumpen gerne zur Warmwasserbereitung eingesetzt. Selbst in Häusern, in denen noch ein Kessel für die Wärmeversorgung installiert ist, wird gern auf eine Brauchwasser-Wärmepumpe gesetzt. Damit steigt die Effizienz der gesamten Anlage!
Der Siegeszug der Wärmepumpe zeigt sich auch an der immer größer werdenden Anzahl an klassischen Kesselherstellern, die multivalenten Produkte, also hybride Kombinationen aus Wärmepumpe und Kesselheizungen, anbieten. Je nach Anwendungsfall werden dabei die jeweiligen Eigenschaften der beiden Heizsysteme im Wechselspiel genutzt.
Grundwasser ist im Vergleich eine der effektivsten Wärmequelle für eine Wärmepumpe. Da es ganzjährig Temperaturen höher als 5°C aufweist, arbeitet die Wärmepumpe konstant im hocheffizienten Bereich und kann dadurch sehr hohe Jahresarbeitszahlen von 5 oder mehr erreichen. Auch die Möglichkeit der passiven Kühlung machen Grundwasserwärmepumpen, besonders im mehrgeschossigen Wohnbau und im Gewerbebereich unschlagbar attraktiv.
Die Wärmepumpe hat sich als effizientes und klimafreundliches Heizsystem bereits fest etabliert. Eines der besonderen Talente dieses Systems ist seine Vielseitigkeit, die über den bloßen Einsatz im Heizbetrieb weit hinausgeht.
Die schrittweise Abkehr von fossilen Energieträgern ist unerlässlich, um die Klimaziele zu erreichen. In Österreich wird daher ein zukunftsfähiges Energiesystem verstärkt auf Elektrizität aus Wasser, Wind- und Sonnenergie beruhen. Aufgrund flukturierender Energieerzeugung (bei Wind und Sonne) muss das gesamte Versorgungssystem flexibler und auch effizienter gestaltet werden
Die Wärmepumpe hat sich in neugebauten Einfamilienhäusern bereits zum Heizsystem Nummer 1 entwickelt und ist auch in Wärmenetzen immer häufiger anzutreffen. In Gewerbe und in Industrie wird das Potenzial von Wärmepumpen jedoch noch nicht ausreichend genutzt. Wobei gerade in diesen Bereichen die Vorteile der Wärmepumpe auf der Hand liegen. Liegt doch das Temperaturniveau des Wärmebedarfs in der Industrie zu einem großen Teil unter 100° Celsius, was mit modernen Großwärmepumpen hocheffizient zur Verfügung gestellt werden kann.
Der Einsatz der Wärmepumpe in der Sanierung ist jedoch immer noch mit vielen Vorbehalten und Vorurteilen behaftet. Die gängige Auffassung ist, dass Wärmepumpen nur für Neubauten oder energetisch anspruchsvoll sanierte Gebäude geeignet sind. Zum Glück kann dies heute in vielerlei Hinsicht als widerlegt gelten.
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