Industrieabwärme mit Wärmepumpen nutzen

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Industrieabwärme mit Wärmepumpen nutzen

 
Im Vergleich zu konventionellen Gaskesseln haben Wärmepumpen das Potenzial, die Energieeffizienz in Industrieprozessen um bis zu 80 Prozent zu steigern, CO2-Emissionen um bis zu 75 Prozent zu reduzieren und zudem die Produktionskosten um bis zu 20 % zu senken. Konventionelle Wärmepumpen und Kälteanlagen werden im Kühlbereich und für Temperaturen unter 100°C bereits eingesetzt, viele industrielle Prozesse erfordern jedoch Temperaturen jenseits von 100°C.
 
Im Projekt DryFiciency wurden deshalb Wärmepumpen entwickelt, die Wärme von bis zu 160°C liefern können. DryFiciency ist ein EU-Forschungsprojekt und zielt darauf ab, die Energieeffizienz industrieller Trocknungsprozesse in Sektoren wie der chemischen Industrie, der Papier- oder Lebensmittelherstellung und der Baustoffindustrie zu verbessern, indem Abwärme mittels Hochtemperatur-Wärmepumpensysteme nutzbar gemacht wird. „Wärmepumpen sind für viele Trocknungsprozesse eine echte Alternative zu herkömmlichen Gasbrennern“, erklärt Veronika Wilk, wissenschaftliche Koordinatorin des DryFiciency-Projekts.
 
An zwei Standorten in Österreich, dem Ziegelwerk der Wienerberger AG in Uttendorf (Bezirk Braunau am Inn) und der Weizenstärkefabrik der Agrana Stärke GmbH in Pischelsdorf (Bezirk Tulln), wurden Hochtemperatur-Wärmepumpen mit insgesamt mehr als 8.000 Betriebsstunden erfolgreich getestet. „Wärmepumpen werden in Zukunft ein wesentliches Element der Energieinfrastruktur sein, auch im industriellen Kontext. Projekte wie DryFiciency zeigen, wie Industrieprozesse durch Abwärmenutzung effizienter gestaltet werden können und stärken durch wissenschaftliches Monitoring das Vertrauen in diese neue Technologie“, so Wolfgang Hribernik, Head of Center for Energy am AIT Austrian Institute of Technology.

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