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Große Wohn- und Gewerbeanlage mit Gemeindezentrum heizt mit Wärmepumpen

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Große Wohn- und Gewerbeanlage mit Gemeindezentrum heizt mit Wärmepumpen

In zentraler Lage der oberösterreichischen Gemeinde St. Martin errichtete der Bauträger und Architekt Fahrner GmbH einen Wohn-, Geschäfts- und Bürohaus-Komplex mit 10.000 m2 Bruttofläche und einer Netto-Wohnfläche von etwa 6.000 m2. Das neue Gebäude liegt gegenüber dem alten Gemeindehaus, direkt am Ortsplatz. Es umfasst 10 Maisonette- und Penthouse-Wohnungen mit einer Größe zwischen 67 und 120 m2 sowie 24 Mietwohnungen zwischen 57 und 115 m2, wahlweise mit Blick auf den Marktplatz oder ins Grüne. Geschäftsräume für Ladengeschäfte und Büros sowie der Gemeindesaal für Veranstaltungen sind ebenfalls in den Gebäudekomplex integriert. 

Niedrigstenergiestandard mit Wärmepumpentechnik
Um die Betriebskosten für Mieter, Wohneigentümer und Geschäfte niedrig zu halten und umweltgerecht zu bauen, wurde das Gebäude im Niedrigstenergiestandard errichtet. Es erreicht im Energieausweis einen hervorragenden Heizwärmebedarf (HWB) von ca. 27 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr (kWh/m2a) in Haus A und 31 kWh/m2a in Haus C. Nach Energieausweis liegen die Bauten in der Effizienzklasse A bzw. B. Für Fahrner stand von Anfang an fest, dass Heizung und Warmwasser nicht über fossile Energien, sondern ausschließlich regenerativ erzeugt werden sollten. Für die Beheizung und Warmwasserbereitung setzt der Architekt komplett auf Wärmepumpentechnik.

Luft aus der Tiefgarage für Heizung und Warmwasser

Luft-Wasser-Wärmepumpen stellten für das Projekt die wirtschaftlichste Lösung dar. Eine Besonderheit des Projekts ist die Aufstellung in der Tiefgarage statt im Freien. Dadurch kann die gegenüber der Außentemperatur gleichmäßiger temperierte und im Jahresmittel etwas wärmere Luft aus dem Parkdeck im Untergeschoß genutzt werden. Die Ansaugung der Luft erfolgt in der Tiefgarage, die Ausblasung der abgekühlten Luft an den Ausfahrten nach außen. Frischluft strömt durch die Einfahrtsöffnungen und Zuluftöffnungen nach innen nach, so dass die Tiefgarage durch die Wärmepumpen kontinuierlich belüftet wird.

Hochleistungs-Wärmepumpen mit sehr guten Leistungszahlen

Im Einsatz sind insgesamt sieben Wärmepumpen mit einer Leistungsfähigkeit von maximal ca. 40 kW sowie sieben Tischverdampfer. Die Wärmepumpen liefern eine Leistungszahl (COP) von 4,1 bei L2/W35 und von 3,2 bei L-10/W35. Damit erzielt die Technik auch bei niedrigen Außentemperaturen einen guten Wärmeertrag. Für die Belieferung der Fußbodenheizungen, die alle Wohnräume mit Heizwärme versorgen, ist die Technik bestens gerüstet. Die Tischverdampfer zeichnen sich durch einen besonders leisen Lauf aus. Zusätzlich besitzen die Wärmepumpen eine individuell einstellbare Schall-Nachtabsenkung. „Dass Geräuschbelästigungen der Anwohner so gut wie ausgeschlossen sind, war für uns ein weiteres wichtiges Entscheidungskriterium“, berichtet Fahrner.

Drei Kaskaden für optimale Leistungsanpassungen

Durch die ausführende Installationsfirma wurden die Wärmepumpen in zwei Kaskaden à zwei sowie einer Kaskade à drei Wärmepumpen geschaltet. So ist eine flexible Anpassung der Leistung an den aktuellen Bedarf durch Zu- oder Abschaltung von Wärmepumpen innerhalb der Kaskade möglich. Zur Wärmespeicherung für Heizung und Warmwasser kommen pro Kaskade je ein 2.000 Liter fassende Speicher zum Einsatz. Da die eingesetzten Wärmepumpen serienmäßig Vorlauftemperaturen bis zu 65°C im reinen Wärmepumpenbetrieb erreichen können, ist der Legionellenschutz im Trinkwasserbereich sichergestellt.

Technische Daten
  • Gebäudetyp
    Gebäudekomplex
  • Installationsjahr
    2010
  • Beheizte Fläche
    10.000 m2
  • Anwendung
    Heizen
  • Wärmequelle
    Luft
  • Installierte Heizleistung
    7x 40 kW
  • Wärmeverteilsystem
    Fußboden

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