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Neue Studie: Wärmepumpe der Zukunft heizt, kühlt und stabilisiert das Energiesystem

Neue Studie: Wärmepumpe der Zukunft heizt,
kühlt und stabilisiert das Energiesystem

Die Wärmepumpe hat sich in den vergangenen Jahren technologisch stark weiterentwickelt und wird künftig eine noch wichtigere Rolle für Österreichs Energiezukunft spielen. Das zeigt die neue Studie „Netzdienliche Wärmepumpe der Zukunft“ der Österreichischen Energieagentur im Auftrag von Wärmepumpe Austria. Die Studie bestätigt: Moderne Wärmepumpen funktionieren effizient auch bei niedrigen Temperaturen, sind zunehmend im Gebäudebestand einsetzbar, können im Sommer kühlen und künftig einen wichtigen Beitrag zur Flexibilisierung der Stromnetze leisten.

„Die Wärmepumpe ist längst mehr als ein Heizsystem. Sie ist eine Schlüsseltechnologie für sichere, saubere und leistbare Energie in Österreich. Sie nutzt heimischen Strom, reduziert die Abhängigkeit von Öl und Gas und kann künftig genau dann Strom beziehen, wenn er günstig und reichlich vorhanden ist. Damit wird sie zu einem aktiven Baustein eines modernen Energiesystems“, sagt Energie-Staatssekretärin Elisabeth Zehetner.

Wärmepumpe wird aktiver Teil des Energiesystems

Die Studie zeigt, dass Wärmepumpen nicht nur einen Beitrag zur Dekarbonisierung des Wärmebereichs leisten, sondern auch ein erhebliches Flexibilitätspotenzial haben. Intelligent betriebene Wärmepumpen können ihren Stromverbrauch zeitlich verschieben, auf Netz- und Preissignale reagieren und dadurch dazu beitragen, Strom aus erneuerbaren Quellen besser zu nutzen. Dieses Potenzial wird bisher erst in Ansätzen ausgeschöpft. Künftig können Wärmepumpen über dynamische Strompreise, zeitvariable Netztarife, Aggregatoren oder Flexibilitätsplattformen stärker in das Energiesystem eingebunden werden.

„Die Energiewende braucht nicht nur mehr erneuerbare Erzeugung, sondern auch mehr Flexibilität auf der Verbrauchsseite. Genau hier liegt die Stärke der Wärmepumpe der Zukunft: Sie heizt, wenn Wärme gebraucht wird, kann aber Strom dann beziehen, wenn er im System besonders günstig und verfügbar ist. Das entlastet Haushalte, Netze und das gesamte Energiesystem“, so Zehetner.

„Jede Wärmepumpe ersetzt ein Stück Abhängigkeit von importierten fossilen Energieträgern durch heimische Energie. Das ist gut für das Klima, gut für die Versorgungssicherheit und gut für die Geldbörsen der Menschen. Energiepolitik ist Standortpolitik – und Wärmepumpen sind dafür ein ganz konkretes Beispiel“, betont Zehetner.

Moderne Anlagen funktionieren auch im Gebäudebestand

Auch technologisch räumt die Studie mit überholten Bildern auf. Moderne Wärmepumpen sind heute vielfach auch im Gebäudebestand einsetzbar. Sie können höhere Vorlauftemperaturen bereitstellen, arbeiten auch in Kombination mit bestehenden Heizkörpern effizient und erreichen selbst bei tiefen Außentemperaturen gute Leistungszahlen. Bei Temperaturen von minus sieben Grad erreichen moderne Wärmepumpen laut Studie Leistungszahlen im Bereich von 2,0 bis 4,7. Zudem verfügen bereits mehr als 70 Prozent der neu installierten Wärmepumpen über eine aktive oder passive Kühlfunktion.

DI Franz Angerer, Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur, sagt: „Die Wärmepumpe heizt, kühlt und funktioniert auch im Altbau. Und sie kann künftig einen Beitrag zum Stromsystem leisten: indem sie Strom dann bezieht, wenn viel davon vorhanden ist. Das führt zu keiner zusätzlichen Belastung der Netze.“

Angerer weiter: „Wärmepumpen passen ganz wunderbar in das aktuelle energiewirtschaftliche Zieldreieck: sicher, sauber und leistbar. Sie sind eine sichere Energiequelle, erzeugen Wärme mit heimischem Strom und meist auch mit heimischer Technologie. Sie sind eine hervorragende Alternative zu Öl und Gas und im Betrieb oft die günstigsten Wärmeerzeuger.“

ElWG schafft Rahmen für die Wärmepumpe der Zukunft

Damit dieses Potenzial gehoben werden kann, braucht es aus Sicht Zehetners die richtigen Rahmenbedingungen. Das Elektrizitätswirtschaftsgesetz setzt genau dort an: Es schafft die Grundlage für aktive KundInnen, neue Flexibilitätsmärkte, Aggregatoren, dynamische Stromprodukte, systemdienliche Speicher und eine bessere Nutzung vorhandener Netzkapazitäten.

„Die Wärmepumpe zeigt, worum es beim Umbau unseres Energiesystems geht: Wir müssen Erzeugung, Verbrauch, Speicher und Netze intelligenter zusammendenken. Nicht jede Kilowattstunde ist gleich viel wert – entscheidend ist, wann sie erzeugt und wann sie verbraucht wird. Mit dem ElWG schaffen wir die Grundlage dafür, dass Haushalte künftig nicht nur Energie verbrauchen, sondern aktiv Teil der Lösung werden können“, sagt Zehetner.

Die Studie macht deutlich: Wärmepumpen erhöhen zwar den Stromverbrauch, können aber bei intelligenter Steuerung systemdienlich wirken. Wenn sie Strom vor allem dann beziehen, wenn erneuerbare Energie reichlich vorhanden ist, können sie zur besseren Auslastung der Netze beitragen und dadurch langfristig auch kostendämpfend wirken.

 

Mit diesem Link gelangen Sie zur Studie

Mag.a Elisabeth Zehetner

Seit 1. April 2025 ist Elisabeth Zehetner Staatssekretärin für Energie, Startups und Tourismus im Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus.

DI Franz Angerer

Seit November 2021 ist DI Franz Angerer Geschäftsführer der Österreichischen Energieagentur.
Er war zuletzt Leiter des Sachgebiets Energie und Klima am Amt der Niederösterreichischen Landesregierung.

Richard Freimüller, Präsident des Verbandes

zählt zu den Experten der österreichischen Wärmepumpenbranche, mit jahrzehntelanger Erfahrung in Energie, Vertrieb und Interessensvertretung.

Ob Experteninterview, Hintergrundgespräch oder aktuelle Fragen rund um die Wärmepumpe – Präsident Richard Freimüller steht gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme:
Maria Gabriel,  Tel: +43 732 600 300-70
Mail: gabriel@waermepumpe-austria.at

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