Zukunftssicher und wettbewerbsfähig

Zukunftssicher und wettbewerbsfähig
Wärmepumpen als Eckpfeiler der grünen Wärmeversorgung

Die Analyse von Innovative Energietechnologien in Österreich zeigt, dass Wärmepumpen trotz eines allgemeinen Markteinbruchs eine dominante Stellung erlangt haben. Der Marktanteil überschritt 2023 die 50-Prozent-Marke, was die Wärmepumpe als Nummer Eins am Heizungsmarkt manifestiert. Untermauert wird deren Bedeutung durch die steigenden Absatzzahlen bei Brauchwasser-Wärmepumpen und insbesondere bei Großwärmepumpen, die im vergangenen Jahr um 23,7 Prozent zugelegt haben. Verbandspräsident Richard Freimüller betont die strategische Rolle der Wärmepumpentechnologie für die dringend benötigte Dekarbonisierung des Heizungssektors. Dennoch warnt er vor Selbstgefälligkeit angesichts scheinbarer Energiesicherheit und fordert einen rascheren Ausbau erneuerbarer Heizsysteme, um dem Klimawandel effektiv zu begegnen. „Die Wärmepumpe ist und bleibt der beste Beitrag zur Klimawende, weil sie alle drei EU-Ziele zur Wärmewende – Reduktion der Treibhausgase, Erhöhung des Anteils erneuerbarer Energiequellen am Bruttoinlandsverbrauch und Erhöhung der Energieeffizienz – erfüllt. Ausgehend vom Stand 2023 mit rund 400.000 Stück wird die Anzahl der Heizungs-Wärmepumpen bis 2040 auf über 1,3 Millionen Stück steigen“, ist Freimüller überzeugt.

Wachstumsmarkt Sanierung

Ein zentraler Aspekt für die Zukunftsfähigkeit von Wärmepumpen ist die stetige Entwicklung und Verbesserung der Technologie. Modernste Wärmepumpen erweisen sich heute als eine effiziente und kostengünstige Alternative zu fossilen Brennstoffen, sogar in bestehenden Gebäuden mit traditionellen Heizkörpersystemen. Dieses Potenzial wird durch die angekündigte Bundesförderung „Raus aus Öl und Gas 2024“ weiter verstärkt, die den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme mit bis zu 75 Prozent der Investitionskosten unterstützt und damit die Nachfrage und Akzeptanz von Wärmepumpen weiter erhöhen wird. „Der stark gestiegene Einsatz von Wärmepumpe im Bereich des Heizungstausches ist die Bestätigung dafür, dass auch in Bestandsgebäuden mit Heizkörpern Wärmepumpen eine hervorragende Alternative für Öl-, Gas- und veraltete Holzheizungen sind“, so Verbandspräsident Richard Freimüller.

Tragende Säule nachhaltiger Energiewirtschaft

Eine zukunftsorientierte Infrastruktur, die die effiziente Nutzung von Wärmepumpen in sämtlichen Gebäudetypen sowie in der Industrie ermöglicht, bietet einen klaren Weg in eine klimaneutrale Zukunft. Die europäische Industrie benötigt etwa ein Viertel des gesamten Energiebedarfs Europas. Davon werden 43 Prozent verwendet, um Temperaturen von bis zu 200 °C bereit zu stellen. „In vielen gewerblichen und industriellen Bereichen können Wärmepumpe Temperaturen und Leistungen hocheffizient, schadstoff- und CO2-frei bereitstellen“, hebt Freimüller die zentrale Rolle der Wärmepumpentechnologie für die Dekarbonisierung des Industriesektors hervor. Für eine klimaneutrale Industrie muss sowohl die gebäudebezogene Wärmeversorgung als auch die Erzeugung von Prozesswärme auf nachhaltige und erneuerbare Wärmequellen umgestellt werden. „Nach Schätzungen der Internationalen Energieagentur könnten Wärmepumpen allein in der Papier-, Lebensmittel- und Chemieindustrie in 3.000 Anlagen die benötigte Wärme im Ausmaß von 15 Gigawatt hocheffizient bereitstellen, und damit wesentlich zur Kostensenkung und Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen“, zitiert Richard Freimüller und verweist auf den 8. Internationalen Großwärmepumpen-Kongress, der sich am 11. Juni 2024 beim Schaukraftwerk Forstsee genau diesem Thema widmet.

Trotz der herausfordernden Marktsituation, insbesondere im zweiten Halbjahr 2023, bleibt die Wärmepumpe unangefochten das wichtigste Heizsystem der Zukunft. Der vermehrte Einsatz in der Industrie festigt den Stellenwert der Wärmepumpentechnologie als tragende Säule der nachhaltigen Energiewirtschaft.

Daten und Fakten zum Wärmepumpen-Markt in Österreich, 2023

  • Heizungswärmepumpen: 43.500 Stück
  • Brauchwasser-Wärmepumpen: 11.500 Stück
  • Großwärmepumpen: 160 Stück
  • Wärmequellen: 87 % Luft, 13 % Erde und Grundwasser
  • Beschäftigungseffekt: 6.500 VZÄ (Vollzeitäquivalente, ohne EVUs) 2022
  • CO2 – Einsparung p.a.: 1.001.847 Tonnen CO2
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