Warmwasserbereitung mit Wärmepumpen – hygienisch und hocheffizient

Warmwasserbereitung mit Wärmepumpen – hygienisch und hocheffizient

Neben der klassischen Anwendung als hocheffizientes Heizungssystem werden Wärmepumpen auch gerne zur reinen Warmwasserbereitung eingesetzt. Selbst in Häusern, in denen noch ein Kessel für die Wärmeversorgung installiert ist, wird gern auf eine Brauchwasser-Wärmepumpe zur Warmwasserbereitung gesetzt. Damit steigert der Kunde bzw. Hausbesitzer die Effizienz der gesamten Anlage, da auf den Betrieb des Verbrennungskessels in besonders ineffizienten Zeiten außerhalb der Heizperiode verzichtet werden kann.

Brauchwasser-Wärmepumpen nutzen die Luft aus Nebenräumen wie Keller, Lager- oder Wäscheraum. Sie arbeitet hocheffizient und haben zusätzlich positive Nebeneffekt, die speziell bei bestehenden Häusern gerne genutzt werden. In Wäscheräumen nutzen Sie die feuchte Raumluft als Wärmequelle, Keller oder Technikräume werden langfristig entfeuchten und leicht gekühlt ohne das zusätzliche Kosten entstehen. Auch die oft gewünscht Kombination mit einer neuen oder bestehenden PV-Anlage lässt sich zumeist einfach realisieren.

Auch im Bereich der Hygiene können Brauchwasser-Wärmepumpen punkten. Hierzu gibt es mehrere Richtlinien und Normen. Ziel dabei ist es durch Verhinderung von Stagnation oder höheren Temperauren, das mikrobiologisch Wachstum im Wasser zu reduzieren. Die beiden wichtigsten Normen möchte ich hier auszugsweise vorstellen und zusammenfassen:
Bei der Trinkwasserbereitung wird durch die hygienischen Anforderungen nach ÖNORM B 5019:2020 - zentrale Trinkwasserbereitstellung, eine minimale Austrittstemperatur an der Entnahmestelle von 55°C gefordert. Ein- und Zweifamilienhäuser sowie einzelne Wohnungen sind von dieser Norm ausgenommen.

In der ÖNORM B 2531:2019 (nationale Ergänzung zur EN 806) werden Anforderungen für die zentrale und dezentrale Warmwasserbereitung geregelt. Zentrale Anlagen in Ein- oder Zweifamilienhäusern sowie zur Versorgung einer einzelnen Wohnung sind so auszulegen, dass eine Mindestauslauftemperatur von 50 °C erreicht werden kann. Bei Anlagen in Wohnanlagen, Verwaltungsgebäuden oder Dienstleistungsgebäuden beträgt die Mindestauslauftemperatur 55 °C.

Dezentrale Warmwasserversorgungsanlagen sind in allen Gebäuden mit Ausnahme von Pflegeheimen und Krankenhäusern so auszulegen, dass bei jeder Entnahmestelle eine Mindestauslauftemperatur von 50 °C erreicht werden kann.

Zusammengefasst sind Brauchwasser-Wärmepumpen einfach zu installieren, eine hocheffiziente und sehr günstige Art der Warmwasserbereitung mit vielen positiven Nebeneffekten, speziell in bestehenden Gebäuden. Der Kunde erhält damit ein System mit geringsten Betriebskosten und hohe Komfort.

Quartier Schnirchgasse mit Triiiple und Austro Tower
Quartier Schnirchgasse mit Triiiple und Austro Tower. Quelle: SORAVIA

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