Wärmepumpen im Smart-Grid
Energieeffizienz und Klimaschutz vereint
Dank der Digitalisierung werden Wärmepumpen noch effizienter und komfortabler und sind zugleich flexibler und vielseitiger einsetzbar. Moderne Wärmepumpen verfügen über intelligente Steuerungsmöglichkeiten, die es ermöglichen, den Energieverbrauch noch genauer zu regeln und an individuelle Bedürfnisse anzupassen. Über Smartphone-Apps oder Smart-Home-Systeme können Nutzer ihre Wärmepumpe bequem von unterwegs steuern und überwachen. Darüber hinaus bietet die Vernetzung von Wärmepumpen mit anderen Systemen attraktive Möglichkeiten zur Energieoptimierung. So können Wärmepumpen beispielsweise mit Photovoltaikanlagen kombiniert werden, um den Eigenverbrauch des selbst produzierten Stroms zu maximieren.
Integration in Smart-Grids
Der PV-Boom ließ die Anfragen nach Smart-Grid-fähigen Wärmepumpen ansteigen. Wärmepumpen können in Smart-Grids integriert werden, um den Energieverbrauch flexibel an die Schwankungen im Stromnetz anzupassen. Basierend auf verschiedenen Parametern erkennt das System auch automatisch, wann Strom am günstigsten ist. Die digitalisierte Kommunikation in Echtzeit zwischen Netzbetreibern und Wärmepumpen ermöglicht den Ausgleich von Lastspitzen und Flauten im Stromnetz. Das Lastmanagement mit Wärmepumpen ist erprobt und energieeffizient. Es schafft Synergien zwischen Strom- und Wärmesektor und trägt somit zum Klimaschutz bei.
Wir empfehlen auf jeden Fall darauf zu achten, dass die Wärmepumpe das „SG Ready“-Label hat. Dieses kennzeichnet Wärmepumpen, die über eine spezifische Schnittstelle verfügen, um aktiv in das Lastmanagement eingebunden zu werden und zur Optimierung des Eigenverbrauchs in Verbindung mit einer Photovoltaikanlage eingesetzt werden kann. Die SG-Ready-Eignung ist in den technischen und organisatorischen Regeln (TOR) der E-Control festgeschrieben.
Wärmepumpen im IoT
Ob vernetzte Heizung oder ferngesteuerte Rollländen: Die Bedeutung des Internet of Things (IoT) wächst auch in der privaten Gebäudeautomatisierung. Das IEA HPT Annex 56 Projekt im Auftrag des Bundesministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) analysiert die Chancen und Herausforderungen von IoT-fähigen Wärmepumpen für den Einsatz in Gebäuden und für industrielle Anwendungen. Laut den im November 2023 veröffentlichten Ergebnissen wird durch die Nutzung von IoT-Technologie und der damit einhergehenden Vernetzung, der Datenaustausch, die Analyse und die darauf aufbauenden Services ermöglicht beziehungsweise signifikant verbessert. Für die Nutzer bedeutet das üblicherweise Betriebskosten- und Energieeinsparungen und erhöhte Betriebssicherheit.
Ambitionierte Klima-, Energie- und Umweltziele erfordern den Übergang zu einem effizienten, erneuerbaren und CO2-armen Energiesystem. Vernetzte Wärmepumpen leisten dazu einen wichtigen Beitrag.