Strompreisbremse: Wärmepumpen-Betreiber fühlen sich "bestraft"

Strompreisbremse: Wärmepumpen-Betreiber fühlen sich "bestraft"

Rund 285.000 Haushalte heizen mit Wärmepumpen, davon 75.000 in Oberösterreich. Sie haben einen viel höheren Stromverbrauch als andere. Die staatliche Strompreisbremse sei hier also zu gering, kritisieren Wärmepumpen-Betreiber. "Die Leute, die sich für Alternativenergie entschieden haben, werden bestraft", sagt Richard Freimüller, Präsident des Verbands Wärmepumpe Austria mit Sitz in Linz. Der Umstieg von Öl oder Gas auf Wärmepumpe sollte halbe Betriebskosten bedeuten. "Jetzt ist der Unterschied wegen der hohen Strompreise marginal."

Einen Vorteil gibt es für Wärmepumpen-Betreiber bei der am Donnerstag in Kraft tretenden Bremse aber doch. Wer zwei Zählpunkte hat, einen für den Haushaltsstrom und einen für die Wärmepumpe, dem wird der Strompreis bis zu einem Verbrauch von 5800 statt 2900 Kilowattstunden (kWh) bei zehn Cent gedeckelt. Denn die Bremse greife "bei jedem Haushaltszählpunkt", teilt das Klimaministerium mit.

Diese Regelung sei gut, greife aber nur bei rund zwei Dritteln der Wärmepumpen-Betreiber, sagt Freimüller: "Ein Drittel hat einen Zählpunkt, bei dem Haushaltsstrom und Wärmepumpe zusammenlaufen." Diese bekommen nur bis zu 2900 kWh gefördert.

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Verbandspräsident Richard Freimüller
Verbandspräsident Richard Freimüller; Foto: WPA

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