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Starker Start für Wärmepumpen

Starker Start für Wärmepumpen

Von Jänner bis März 2025 wurden insgesamt 9.855 Heizwärmepumpen neu installiert, was einem Anstieg von 18,14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Zudem wurden 2.136 Brauchwasserwärmepumpen verkauft, ein Zuwachs von 16,47 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal 2024. Mit 8.517 verkauften Geräten bleibt die Luft/Wasser-Wärmepumpe das absatzstärkste System. An zweiter Stelle folgen die Erdreich-Sole/Wasser-Wärmepumpen mit 1.143 installierten Anlagen. Die am häufigsten abgesetzten Heizwärmepumpen werden in der Leistungsklasse 5 bis 10 kW und 10 bis 20 kW mit insgesamt 5.242 Stück registriert. Wärmepumpen dieser Leistungsklasse eignen sich besonders für Heizungssanierungen im Gebäudebestand und tragen somit wesentlich zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors bei.

Förderungen: Die große Unbekannte

Die Absatzsteigerungen sind in erster Linie auf Nachholeffekte der ausgelaufenen Förderprogramme zurückzuführen. Viele Menschen, die eine Förderzusage erhalten haben, setzen nun die Heizungssanierung tatsächlich um und entscheiden sich für eine Wärmepumpe. Aus unserer Sicht ist ganz klar: Wenn man bis 2040 den Ausstieg aus Öl und Gas schaffen will, braucht es Förderungen als Anreiz. Damit Heizsysteme sukzessive getauscht werden und mit der Investition nicht so lange zugewartet wird, bis das Gerät defekt ist. Eine verlässliche Planbarkeit über mehrere Jahre, für Konsumenten und alle Marktteilnehmer, ist notwendig.

Studien zeigen deutlich: Die Heizungssanierung ist der effektivste Hebel, um CO₂-Emissionen zu senken, die Abhängigkeit von Preisschwankungen fossiler Energieträger zu verringern sowie Energie- und Betriebskosten nachhaltig zu senken. Gleichzeitig wird dadurch die Versorgungssicherheit erhöht und die Unabhängigkeit von Versorgungsschwierigkeiten gesteigert. Förderprogramme zur Heizungssanierung sind daher das zentrale Instrument, um unsere verpflichtenden Klimaziele zu erreichen und Strafzahlungen zu vermeiden.

Messerückblick

Das Thema Förderung war auch Anfang März auf der Energiesparmesse in Wels eine häufige Frage, die uns sowohl von Herstellern als auch Installateuren und Privatkunden gestellt wurde – und worauf es bis jetzt keine Antwort gibt. Wir sind zuversichtlich, dass es im ersten Halbjahr zu einer Entscheidung kommen wird. Leider haben heuer einige große Firmen in Wels gefehlt, was wir bedauern. Aus Sicht des Verbands sind Messen wichtig und notwendig, insbesondere als Plattform für den direkten Austausch. Im persönlichen Gespräch lassen sich Fragen, darunter auch manche Irrtümer, mit Fachkräften, aber auch privaten Konsumenten, schnell klären. Andererseits bieten Messen die Möglichkeit, an einem Ort verschiedene Produkte und viele Neuheiten unter die Lupe und vergleichen zu können. Hier wäre es wünschenswert, wenn sich im nächsten Jahr wieder mehr Hersteller für eine Messebeteiligung entscheiden.

Klimaschutz stärkt Wirtschaftswachstum

Laut einer aktuellen Studie des Wegener Centers der Universität Graz ist der Ausbau erneuerbarer Technologien ein Konjunkturmotor. Investitionen im Rahmen des österreichischen Erneuerbaren-Ausbauziels bis 2030 könnten bis zu 100.000 neue Arbeitsplätze schaffen, das Bruttoinlandsprodukt um 9,8 Milliarden Euro steigern und gleichzeitig die CO₂-Emissionen deutlich reduzieren.

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