Nachhaltige Klimatisierung
Wärmepumpen als Antwort auf heiße Sommer
Die hohe Lagerhaltung im Großhandel hat die Marktzahlen im ersten Halbjahr verzerrt. Die steigende Nachfrage spiegelte sich darin nicht wider. Ein anderes Bild zeigt die Verkaufsstatistik für das dritte Quartal. 15.897 Wärmepumpen wurden heuer von Juli bis September– inklusive 2.663 Brauchwasser-Wärmepumpen – verkauft. Im Zeitraum von Jänner bis September 2024 liegt der Absatz noch 9,34 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Dennoch wird am Jahresende ein Plus gegenüber 2023 erwartet.
Besser kühlen
Nach zwei außerordentlich heißen Sommern wird die Klimatisierung von privatem Wohnraum, Handels- und Industriegebäuden, aber auch öffentlichen Gebäuden sowie Pflege- und Krankeneinrichtungen immer wichtiger. Als nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Klimageräten gewinnen Wärmepumpen weiter an Bedeutung. Wärmepumpen nutzen die Energie aus der Umgebungsluft, dem Grundwasser oder der Erde, um Gebäude zu heizen oder zu kühlen. Die Flächenheizung – im Normalfall die Fußbodenheizung – wird dabei in beiden Fällen als Verteilsystem genutzt. Im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen verbrauchen sie bis zu 70 Prozent weniger Energie und stoßen deutlich weniger CO2 aus. Zudem sind sie leiser im Betrieb und benötigen weniger Platz. Diese Zusatzfunktion von Wärmepumpen sind ein Game-Changer, vor allem im Bereich der Wohngebäude mit 10 Wohnungen und mehr und der Nicht-Wohngebäude, also etwa Dienstleistungs- und Verwaltungs- und Gewerbebauten. Auch für Mehrparteienhäuser eignen sich Wärmepumpen als Klimatisierungslösung. Durch den Einsatz von gemeinschaftlichen Wärmepumpen kann eine ganze Wohnanlage mit kühler Luft versorgt werden. Die Investitionskosten sind zwar höher als bei herkömmlichen Klimaanlagen, jedoch können die Betriebskosten langfristig gesenkt werden.
Umstieg leicht gemacht
Österreichweit gibt es rund 800.000 Gas-Etagenheizungen, 580.000 davon allein in Wien. Die Umrüstung dieser Wohn- und Büroeinheiten auf klimafreundliche Heizungen ist eine große Herausforderung. Für einzelne Haushalte im großvolumigen Wohnbau gibt es allerdings im Moment kaum Möglichkeiten, auf eine Wärmepumpe umzusteigen. Hier geht der Trend zu Mini-Wärmepumpen und Monoblock-Luftwärmepumpen ohne markante Außeneinheit. Modular aufgebaute, dezentrale Wärmepumpen mit umweltfreundlichem Kältemittel ermöglichen einen einfachen Ersatz von Gasthermen im großvolumigen Wohnbau. Unabhängig von EigentümerInnen und anderen MieterInnen können einzelne Haushalte auf eine Wärmepumpe umstellen und diese zum umweltfreundlichen und komfortablen Heizen und Kühlen sowie für die Warmwasserversorgung nutzen. Hochmoderne Monoblock-Luftwärmepumpe ohne Außeneinheit bieten eine dezentrale Heiz- und Kühllösung für einzelne Wohneinheiten. Sie sind ideal sowohl für Altbauten als auch für schnelle und einfache Sanierungen. Innovative Monoblock-Luftwärmepumpen eignen sich für Räume bis zu 35 m². Für die Installation sind zwei Kernbohrungen für Zu- und Abluft sowie eine Bohrung für Kondenswasser notwendig. Das Design des Monoblocks entspricht in Größe und Design einem herkömmlichen Heizkörper.
Die Kältefunktion von Wärmepumpen wird angesichts der steigenden Temperaturen und der Notwendigkeit effizienter Klimatisierung immer wichtiger und eine bedeutende Technologie für eine nachhaltige Zukunft.