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Mehr als ein Hype

Mehr als ein Hype:
Die Zukunft gehört der Wärmepumpe – aber nur mit sauberer Systemplanung

Die Diskussion ist längst nicht mehr, ob die Wärmepumpe das führende Heizsystem der Zukunft ist, sondern wie ihr Potenzial in der Praxis vollständig genutzt werden kann. Gerade im Sanierungsbereich entscheidet der hydraulische Abgleich über Effizienz, Betriebskosten und Kundenzufriedenheit. Für InstallateurInnen und PlanerInnen wird dieses Thema damit zur zentralen Qualitätsfrage.

Die Wärmepumpe hat sich als zentrales Heizsystem der Energiewende etabliert. Ihre Vorteile sind fachlich unbestritten: hohe Effizienz, niedrige Betriebskosten, die Möglichkeit zum Heizen und Kühlen sowie ein wesentlicher Beitrag zur Dekarbonisierung des Gebäudesektors. Die aktuelle Marktschwäche ist daher keinesfalls als Trendwende zu interpretieren. Vielmehr handelt es sich um eine vorübergehende Delle, die vor allem durch eine unstete Förderpolitik und die damit verbundene Verunsicherung ausgelöst wurde. Wenn Fördermittel bereits zur Jahresmitte ausgeschöpft sind, fehlt sowohl Endkunden als auch Betrieben die notwendige Planungssicherheit.

"Gerade deshalb ist jetzt entscheidend, die Qualität der Anlagen stärker in den Mittelpunkt zu rücken. Denn die Wärmepumpe wird mittlerweile zu einem großen Teil in der Sanierung eingesetzt – überwiegend in Kombination mit Heizkörpern als Wärmeabgabesystem. Um hier effiziente Anlagen mit niedrigen Betriebskosten und hoher Kundenzufriedenheit zu realisieren, ist die Durchführung eines hydraulischen Abgleichs unerlässlich."

Ein hydraulischer Abgleich sorgt dafür, dass jeder Heizkörper beziehungsweise jeder Fußbodenheizungskreis genau jene Wassermenge erhält, die zur Beheizung der jeweiligen Räume notwendig ist. In der Praxis zeigt sich jedoch häufig ein anderes Bild: Bleiben einzelne Räume zu kalt, wird oftmals reflexartig die Vorlauftemperatur erhöht oder die Umwälzpumpenleistung gesteigert. Genau hier liegt bei Wärmepumpensystemen ein gravierender Fehler.

Während sich unnötig hohe Vorlauftemperaturen bei Öl- oder Gaskesseln nur vergleichsweise gering auf die Effizienz ausgewirkt haben, bedeutet bei Wärmepumpen jedes zusätzliche Grad Vorlauftemperatur einen Effizienzverlust von rund 2,5 Prozent. Gleichzeitig kann ein professionell durchgeführter hydraulischer Abgleich die erforderliche Vorlauftemperatur durchschnittlich um etwa 4 Kelvin, in manchen Fällen sogar um bis zu 8 Kelvin senken. Das reduziert die Betriebskosten um 10 bis 20 Prozent – ein enormer Hebel, der in der täglichen Praxis noch immer unterschätzt wird.

Die Wärmepumpe ist kein „Plug-and-Play“-Produkt, sondern Teil eines Gesamtsystems, dessen Effizienz maßgeblich von Planung, Auslegung, Hydraulik und Regelung abhängt. Genau hier tragen InstallateurInnen und PlanerInnen eine entscheidende Verantwortung. Die Qualität der Ausführung wird künftig noch stärker darüber entscheiden, wie zufrieden Kunden mit ihren Anlagen sind – und damit auch über die Akzeptanz der Wärmepumpe insgesamt.

"Die Wärmepumpe ist kein „Plug-and-Play“-Produkt, sondern Teil eines Gesamtsystems, dessen Effizienz maßgeblich von Planung, Auslegung, Hydraulik und Regelung abhängt."

Genau hier tragen InstallateurInnen und PlanerInnen eine entscheidende Verantwortung. Die Qualität der Ausführung wird künftig noch stärker darüber entscheiden, wie zufrieden Kunden mit ihren Anlagen sind – und damit auch über die Akzeptanz der Wärmepumpe insgesamt.

"Als Verband Wärmepumpe Austria sehen wir daher Qualifizierung als einen der wichtigsten Schlüssel für den weiteren Markterfolg. Themen wie hydraulischer Abgleich, Systemintegration, Regelungstechnik und effiziente Betriebsweise stehen deshalb im Zentrum unseres zweitägigen Kurses „Praxiswissen Wärmepumpe“. Ziel ist es, ein fundiertes Verständnis für moderne Wärmepumpensysteme zu schaffen und Fachkräfte dabei zu unterstützen, Anlagen nicht nur zu installieren, sondern optimal umzusetzen."

Denn eines ist klar: Die Wärmepumpe wird das Leitsystem der zukünftigen Wärmeversorgung sein. Entscheidend ist nun, dass wir sie auch mit jener Qualität planen und errichten, die dieses System verdient.

Richard Freimüller, Präsident des Verbandes,

zählt zu den Experten der österreichischen Wärmepumpenbranche, mit jahrzehntelanger Erfahrung in Energie, Vertrieb und Interessensvertretung.

Ob Experteninterview, Hintergrundgespräch oder aktuelle Fragen rund um die Wärmepumpe – Präsident Richard Freimüller steht gerne zur Verfügung.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme:
Maria Gabriel,  Tel: +43 732 600 300-70
Mail: gabriel@waermepumpe-austria.at

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