Heizen mit Wärmepumpe – klimafreundlich und unabhängig

Heizen mit Wärmepumpe – klimafreundlich und unabhängig

Zurzeit wird viel über die Abhängigkeit unserer Energieversorgung von fossilen Energieträgern gesprochen, der Ukrainekrieg hat uns dies noch stärker bewusst gemacht. Betroffen ist vor allem der Wärmesektor. 2019 lag der österreichische Energieverbrauch bei 335 TWh. Beinahe die Hälfte des Energieverbrauchs (158 TWh) geht dabei auf den Wärmesektor zurück. Dieser nutzt in Österreich nur zu einem Drittel erneuerbare Energiequellen, da viele Gebäude weiterhin mit Gas oder Öl beheizt werden. Damit liegt Österreich zwar im oberen EU-Schnitt, ist aber noch weit von Schweden entfernt, dass mit mehr als 70 % Anteil erneuerbarer Energien an Raumwärme und Kälte Europameister ist. Nicht zufällig ist Schweden mit 19.000 Wärmepumpen pro 100.000 Einwohner auch das EU-Land mit dem höchsten Anteil an Wärmepumpen in der Raumwärme. Dies zeigt eindeutig, dass eine erfolgreiche Wärmewende nur mit einem breiten Einsatz von Wärmepumpen zu schaffen ist. Sie greifen auf Umgebungswärme wie Luft, das Erdreich oder Grundwasser als Wärmequelle zurück. Sie sind hochgradig energieeffizient und stellen vor allem auch eine ökologiebewusste Wärmelösung dar.

Bei modernen Wärmepumpen liegt die Jahresarbeitszahl bei 3 bis 4, dies bedeutet eine Energieeffizienz von 300 % bis 400 % des eingesetzten Stromes. Im Vergleich dazu besitzt ein Gas-Brennwertsystem mit grünem Gas auf Wasserstoffbasis eine Effizienz von nur 47 % bis 75 %. Bei der Evaluierung verschiedenster Möglichkeiten für den Ersatz von fossilem Gas als Energieträger kommt daher ein Bericht des österreichischen Forum Wissenschaft & Umwelt zum Schluss, dass Wärmepumpen die beste technische Option für den Ausstieg aus Erdgas sind. In Österreich wird aktuell bei 70 % aller neu errichteten Ein- und Zweifamilienhäuser eine Wärmepumpe installiert. In der Sanierung von großvolumigem Wohnbau steht die Wärmepumpe am Anfang ihrer Erfolgsgeschichte, weil es für die einzelnen Haushalte, z. B. in Mehrparteienhäusern, noch wenige Möglichkeiten für einen Umstieg auf die Wärmepumpe gibt. Allerdings sind gerade in diesem Bereich fossile Heizungssysteme noch sehr dominant. Allein in Wien heizten im Jahr 2020 442.287 Haushalte mit Erdgas, die meisten davon mittels Gasetagenheizung, also einer Therme.

Um genau diese Herausforderungen zu meistern, arbeiten verschiedene Hersteller und Forschungsinstitute an unterschiedlichen Lösungswegen. Ein möglicher Ansatz ist eine dezentrale und schalloptimierte Wärmepumpe für Heizung, Kühlung und Warmwasser in kompakter Bauweise. Die Wärmequelle wird dabei optimalerweise von allen Wärmepumpen im Gebäude genutzt, entweder Außenluft oder Erdwärme. Beides kann über den nunmehr ungenutzten Kamin erfolgen.

Dieser Lösungsansatz zeigt erneut: Die Wärmepumpe hat durch ihre Flexibilität und Effizienz das große Potential, wie kein anderes Heizungssystem, in immer neue Bereiche vorzudringen und die ihr gestellten Anforderungen zu meistern.

Wärmepumpen sind ein zentraler Baustein zur Erreichung der Österreichischen Klimaziele! Als einzige Heizungstechnologie unterstützen sie alle drei Nachhaltigkeitsziele gleichzeitig: mehr Energieeffizienz, mehr erneuerbare Energie und weniger CO2 Emissionen.

Quartier Schnirchgasse mit Triiiple und Austro Tower
Quartier Schnirchgasse mit Triiiple und Austro Tower. Quelle: SORAVIA

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