Gut vorbereitet in die nächste Heizsaison

Gut vorbereitet in die nächste Heizsaison

Eine Wärmepumpe ist prinzipiell wartungsfrei. Im Vergleich zu anderen Heizsystemen – etwa mit erneuerbaren Energien – ist kein regelmäßiges Service notwendig beziehungsweise auch gar nicht möglich. Dennoch sollte jetzt für alle Besitzer von Wärmepumpen ein kurzer Check auf dem Programm stehen. „Eine optische Kontrolle des Geräts auf Beschädigungen, die Überprüfung des Sole- oder Wasserdrucks und die Säuberung des Verdampfers beziehungsweise Kondensatablaufs ist vor Beginn der Heizsaison wichtig“, empfiehlt Thomas Muggenhumer, zertifizierter Wärmepumpen-Installateur aus Grieskirchen

Vor Beginn der Heizsaison werden die Lamellen auf Beschädigungen geprüft sowie Laub oder Nadeln entfernt. Bei der Luft-Wärme-Pumpe kommt die Sichtprobe des Kondensatablaufs hinzu.
Bildquelle: Richard Freimüller

Sind etwa die Lamellen durch Blätter oder Nadeln verlegt, hat das eine schlechtere Leistung zur Folge. Bei einem verlegten Kondensatablauf staut sich Wasser auf und gefriert möglicherweise bei sehr niedrigen Temperaturen. Das kann im schlimmsten Fall zu einem Komplettausfall der Wärmepumpe führen. Fehlende Flüssigkeiten, die sich am Manometer ablesen lassen, müssen umgehend nachgefüllt werden. Nur wenn der Druck passt, funktioniert das Heizsystem richtig. Wird dabei Hilfe benötigt, ist das lokale Installationsunternehmen die erste Anlaufstelle. Zertifizierte Wärmepumpeninstallateure können aufgrund ihrer Zusatzausbildung mehr Service anbieten, ehe der Kundendienst gerufen werden muss. Um Profis aus der Region zu finden, hat der Wärmepumpenverband auf seiner Homepage www.waermepumpe-austria.at eine Suchfunktion eingerichtet. „Jeder sollte sich in diesem Bereich zertifizieren lassen. Mit der entsprechenden Schulung kann und darf ich als Installateur mehr machen“, empfiehlt Muggenhumer die Zusatzqualifizierung. Den Kundendienst des Herstellers braucht es, wenn Kältemittel austritt oder – etwa durch grobe Beschädigungen - dieser zu befürchten ist.

Bei der Installation und Inbetriebnahme neuer Anlagen wirken sich einige Faktoren ganz maßgeblich auf die Effizienz aus. Die Dimensionierung der Anlage, Sperrzeiten, Größe und Verschaltung von Pufferspeichern, die richtige Auslegung der Warmwasserbereitung und Einstellung hydraulischer Komponenten wie Überströmventile, Rückschlagklappen oder Umschlagventile – das alles beeinflusst den Stromverbrauch und damit die Kosten einer Anlage. In Wohnungen und Häusern mit Heizkörpern ist ein wichtiger Schritt zur Effizienzsteigerung das Entfernen von Thermostat-Ventilen. Schalten sich bei direkter Sonneneinstrahlung die Heizkörper aus, wird später entsprechend Energie zum Nachheizen verbraucht. Damit die Anlage wirklich effizient arbeitet, braucht es stattdessen einen hydraulischen Abgleich. Die Wärmepumpe erzeugt nur die Temperatur, die das Haus benötigt. Das gilt übrigens nicht nur für Heizkörper, sondern auch bei einer Fußboden-, Decken- oder Wandheizung.

Bei aller Sorge um den Strompreis bleibt die Wärmepumpe auch aus ökonomischen Gesichtspunkten attraktiv.

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