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Die Zukunft der Sanierung mit Wärmepumpen

Die Zukunft der Sanierung mit Wärmepumpen

Der Jahresbeginn 2024 war geprägt von verhaltenen Absatzzahlen und einer großen Zahl an Förderanträgen. Aufgrund der hohen Lagerhaltung im Großhandel spiegelte sich die steigende Nachfrage nicht in den Zahlen des ersten Halbjahres wider. Basierend auf den Absatzzahlen des dritten Quartals prognostizieren wir ein Plus gegenüber dem Vorjahr und gehen davon aus, dass sich der Absatz auf das Niveau des Rekordjahres 2022 zurückbewegt. Denn jetzt drücken sich die höheren Förderregistrierungen auch in höheren Stückzahlen aus.

Erfreulich ist, dass der überwiegende Teil der Bundesförderung in Wärmepumpen investiert wird. Die EU-Förderungen, die größtenteils durch den Green Deal co-finanziert werden, sind der Motor unserer Branche. Ein Abwarten bei Förderungen ist nicht die richtige Strategie. Es gilt, die Chancen jetzt zu nutzen. Wärmepumpen sind nicht nur eine ökonomisch sinnvolle, sondern auch die umweltfreundliche Lösung zur Erreichung der Klimaziele.

Die Ausführungsqualität vor Ort wird immer wichtiger. Vor der Planung einer Luft-Wärmepumpe ist es unerlässlich, die zu erwartenden Schallemissionen im Nachbarschaftsbereich zu prüfen. Unser aktualisierter Online-Schallrechner, der auf der Website des Verbands Wärmepumpe Austria verfügbar ist, steht als wichtiges Hilfsmittel zur Verfügung. Er gehört heute zu einer verantwortungsvollen Planung dazu und hilft, potenzielle Konflikte von vornherein zu vermeiden. Eine Mitgliedschaft für nur 99 Euro im Jahr ermöglicht den Zugang zu wichtigen Werkzeugen, darunter auch Druckberichte des Schallrechners für Angebote oder Berichte an Behörden. Über 500 Mitglieder greifen bereits auf diese Ressource zu und die Zahl wächst stetig.

Wir hoffen, dass die Bautätigkeit wieder ansteigt. Im Moment bewegen wir uns in etwa bei 12.000 Stück im Neubau. 2017/2018 lag der Anteil der Wärmepumpen bei Einfamilienhäusern bei rund 28.000 Stück. Aktuell ist ein Anstieg an Sanierungsaktivitäten im mehrgeschossigen Wohnbau zu verzeichnen. Die Taxonomieverordnung der Europäischen Union wirkt in diesem Bereich wie ein Turbo mit positiven Auswirkungen auf den Absatz von Wärmepumpen. Besonders Monobloc-Systeme mit Leistungen bis zu 60 kW sind eine attraktive Lösung beim Heizungstausch.

Bis 2025 wird es, solange die finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, verschiedene Förderprogramme geben. Es ist jedoch entscheidend, dass die zukünftige Regierung rasch eine planbare und berechenbare Förderlandschaft für die kommenden Jahre ausarbeitet. Die Webuild Energiesparmesse ist Anfang März wieder ein wichtiger Branchentreffpunkt in Österreich. Spätestens dann wird man hoffentlich etwas über die neuen Förderrichtlinien erfahren.

Ein weiterer dringlicher Wunsch an die neue Regierung ist eine Anpassung des Eigentum- und Mietrechts. Dieses wurde in den letzten Jahrzehnten vernachlässigt und von keiner Regierung in Angriff genommen. Hier braucht es dringend neue Rechtsgrundlagen. In seiner derzeitigen Form ist es für Wohnbauträger bei bestimmten Maßnahmen, etwa einem Heizungstausch oder Montage von PV-Anlagen, schwierig, die notwendigen Schritte zu machen. Aus unserer Sicht braucht es eine Gesetzesanpassung, die weniger restriktive Regelungen für solche nachhaltigen Veränderungen ermöglicht. Wir, als Verband Wärmepumpe Austria, setzen uns mit Vertretern aus der Arbeiter- und Wirtschaftskammer sowie Magistratsabteilungen zusammen, um die Überarbeitung des Miet- und Eigentumrechts voranzutreiben. Wir sind bereit, aktiv an der Gestaltung dieser neuen Rechtsgrundlagen mitzuarbeiten und in zahlreichen Terminen und Gesprächen die notwendigen Weichen zu stellen. Eine moderne und zukunftsorientierte Gesetzgebung ist der Schlüssel für umweltbewusste und wirtschaftlich tragbare Lösungen.

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