Studie bestätigt:
Wärmepumpen arbeiten auch in älteren Gebäuden effizient und klimafreundlich
Effizienz durch Jahresarbeitszahlen untermauert
Die Anlagen erreichten Jahresarbeitszahlen zwischen 2,6 und 5,4, im Durchschnitt 3,4 bei Luft/Wasser- und 4,3 bei Erdreichwärmepumpen. Eine Abhängigkeit von der Gebäudealtersklasse wurde nicht festgestellt. Der Strombedarf der elektrischen Zusatzheizungen blieb gering.
Wärmepumpen arbeiten gut, es gibt aber auch Optimierungsbedarf
Die Ergebnisse zeigen eindeutig, dass Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden effizient betrieben werden können und dass sie klimaschonend heizen, ohne dass die Gebäude auf Neubaustandard saniert werden müssen. Es wurden aber auch Optimierungspotenziale aufgedeckt. Auf Basis der detaillierten Messdatenanalyse lasse sich nachvollziehen, welche Planungs- oder Installationsfehler besonders häufig auftreten und wo sich ineffizientes Betriebsverhalten zeigt.
64 Prozent weniger CO2-Emission als Gasheizung
Im Vergleich zu Gasheizungen verursachten die Wärmepumpen – unter Berücksichtigung des deutschen Strommixes – 64 Prozent weniger CO₂-Emissionen. Damit bestätigen die Messungen ihre hohe Klimafreundlichkeit auch im Bestand.
Leise im Betrieb
Das Forschungsteam entwickelte auch eine Methode zur Langzeit-Schallfeldmessung an Luft/Wasser-Wärmepumpen, was an fünf zufällig gewählten Anlagen erfolgreich demonstriert werden konnte. Für zwei Gebäude legen die Ergebnisse dieser Messung nahe, die Wärmepumpen würden akustisch kaum ins Gewicht fallen und bei keinem Gerät gebe es zurechenbare Grenzüberschreitungen. An drei Standorten korrelierte der Wärmepumpenbetrieb mit erhöhter Überschreitung der zulässigen Nachtimmissionen, wobei die Überschreitung konstant unterhalb des Umgebungslärms gelegen sei.
Die detaillierten Ergebnisse des Forschungsprojekts „Wärmepumpen-Qualitätssicherung im Bestand“ sind auf der Projektwebsite.