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Maximale Effizienz in der Wärmebereitstellung

Maximale Effizienz in der Wärmebereitstellung

Es gibt eine Reihe guter Gründe, warum die moderne Wärmepumpentechnologie in Gebäuden anderen Heiztechniken deutlich überlegen ist.

Die Wärmeerzeugung in Gebäuden hat einen sehr großen Anteil am gesamten Co2-Ausstoss. Soll die Energiewende in Übereinstimmung mit den Zielen des Klimaschutz-übereinkommens von Paris gelingen, muss in diesem Bereich die Dekarbonisierung deutliche Fortschritte machen. Als Alternativen zur Wärmepumpe werden teilweise Stromdirektheizungen, Infrarot-Paneele oder Wasserstoff angeführt. Deren Energieeffizienz fällt jedoch im Vergleich zur Wärmepumpe weit geringer aus. Hinzu kommt, dass die Wärmepumpe die einzige Heiztechnik ist, die auch zur Kühlung eingesetzt werden kann. Es gibt daher eine Reihe guter Gründe, warum die moderne Wärmepumpentechnologie in Gebäuden anderen Heiztechniken deutlich überlegen ist.

Die Wärmepumpe ist das einzige Heizungssystem, das mehr Wärmeenergie erzeugen kann als an elektrischer Energie dem System zugeführt werden muss. Diese Tatsache wird durch die Jahresarbeitszahl dargestellt. Bei modernen Wärmepumpen liegt diese bei 3 bis 4, was einer Energieeffizienz von 300 % bis 400 % des eingesetzten Stromes bedeutet. Im Vergleich dazu besitzt ein Gas-Brennwertsystem mit grünem Gas auf Wasserstoffbasis eine Effizienz von 47 % bis 75 %. Auch eine Infrarotheizung schneidet hier im Vergleich zur Wärmepumpe deutlich schlechter ab. Die Infrarotheizung arbeitet zwar wie die Wärmepumpe mit Strom, allerdings ohne den zusätzlichen Einsatz von Umweltenergie. Elektrizität wird hier 1:1 in Wärme umgewandelt. Die Wärmepumpe hingegen nutzt ihn im Verhältnis 1:4. Sie gewinnt ihre Energie hauptanteilig aus lokal verfügbaren Wärmequellen wie Erdreich, Grundwasser oder Luft, also aus in der Umwelt gespeicherter Sonnenenergie.

Der Stromverbrauch der Infrarotheizung ist daher drei- bis viermal so hoch - „aus Sicht des Klimaschutzes energetisch nicht sinnvoll“, sagt Richard Freimüller, Präsident im Verband Wärmepumpe Austria. Die Vorteile der Wärmepumpe zeigt auch folgendes Rechenbeispiel: Die jährlichen Heizkosten für ein Haus mit 170 m2 in aktuellem Baustandard belaufen sich mit Infrarotheizungen auf rund 1.800 Euro, mit einer Wärmepumpe bewegen sie sich knapp über 500 Euro. Hinzu kommt, dass Infrarotpaneele weitere Ausgaben für Technik zur Warmwasserbereitung erforderlich machen. Die anfänglich höhere Investition für die Wärmepumpe amortisiert sich deshalb schnell.

Die Betrachtung der Alternativen in der Gebäudeheizung lässt einen einzigen Schluss zu: Die Wärmepumpe ist und bleibt die beste Lösung für Heizung und Kühlung – technologisch alternativlos wie der Kühlschrank, der verlässlich und energieeffizient unsere Lebensmittel frisch hält.


Studie „Wasserstoff im zukünftigen Energiesystem: Fokus Gebäudewärme“

https://www.iee.fraunhofer.de/de/presse-infothek/Presse-Medien/Pressemitteilungen/2020/Wasserstoff_Fokus_Gebaeudewaerme.html


Faktencheck Infrarotheizung

https://www.waermepumpe-austria.at/files/wpa/Aktuelles/Infothek/Faktencheck-Infrarotheizung.pdf


IEA Studie Net Zero by 2050 A Roadmap for the Global Energy Sector

https://infothek.bmk.gv.at/stufenplan-der-iea-soll-energiesektor-bis-2050-klimaneutral-machen/


Studie: Große Versorgungslücke bei grünem Gas

https://www.energyagency.at/aktuelles-presse/news/detail/artikel/studie-grosse-versorgungsluecke-bei-gruenem-gas.html?no_cache=1

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