EU setzt auf Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz
Der Clean Industrial Deal verpflichtet dazu, die Dekarbonisierung zu beschleunigen, die Kreislaufwirtschaft zu fördern und die Reindustrialisierung zu unterstützen - als Quellen für Wachstum und Wohlstand auf dem gesamten Kontinent. Der Deal bietet den Unternehmen langfristige Vorhersehbarkeit in Bezug auf unsere Klimaziele, so dass sie investieren und Investitionsrisiken minimieren können. Die Vereinbarung macht die Kreislaufwirtschaft zu einer Priorität. Sie ist der Schlüssel zur bestmöglichen Nutzung der begrenzten Ressourcen in der EU, zur Verringerung der Abhängigkeit von knappen Materialien und zur Verbesserung der Widerstandsfähigkeit. Er reduziert Abfall, Produktionskosten und CO2-Emissionen und schafft gleichzeitig ein nachhaltigeres und wettbewerbsfähigeres Industriemodell, das der Umwelt zugute kommt.
Kernpunktethemen sind:
- Erschwingliche Energie (Förderung erneuerbarer Energien und Elektrifizierung, Verbesserung des Energiebinnenmarktes, Effizientere Energienutzung und Reduktion der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen)
- Stärkung der Nachfrage nach sauberen Produkten (Einführung des Industrial Decarbonisation Accelerator Act zur Förderung nachhaltiger Produkte, Überarbeitung der öffentlichen Beschaffungskriterien zugunsten nachhaltiger und europäischer Produkte)
- Finanzierung (Mobilisierung von über 100 Milliarden Euro für saubere Industrieprojekte, Einführung einer Industriedekarbonisierungsbank zur Finanzierung grüner Technologien, Anpassung der InvestEU-Verordnung zur Bereitstellung zusätzlicher Garantien für Investitionen in saubere Technologien)
- Ressourcenzugang und Kreislaufwirtschaft (Reduktion der Abhängigkeit von Rohstofflieferanten durch ein EU-Critical Raw Material Centre, Förderung der Wiederverwertung und nachhaltigen Nutzung knapper Ressourcen, Einführung eines Kreislaufwirtschaftsgesetzes bis 2026
- Globale Wettbewerbsfähigkeit (Neue Clean Trade and Investment Partnerships zur Sicherung von Lieferketten, Schutz der EU-Industrie durch Handelsmaßnahmen und einen verbesserten CO₂-Grenzausgleichsmechanismus)
- Fachkräfte und Arbeitsplätze (Einführung einer Qualifikationsunion zur Förderung neuer Fähigkeiten in sauberen Technologien, Investitionen in Bildungsprogramme, insbesondere über Erasmus+, mit bis zu 90 Millionen Euro)
- Bürokratieabbau und bessere Koordination (Verringerung regulatorischer Hürden, Förderung des Binnenmarktes, Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen EU und nationalen Behörden)
Insgesamt soll der Clean Industrial Deal die europäische Industrie zukunftssicher machen, nachhaltiges Wachstum ermöglichen und Europa im globalen Wettbewerb stärken.
Mit folgenden Link gelangen Sie zum vollständigen Dokument des „The Clean Industrial Deal: A joint roadmap for competitiveness and decarbonisation“ der Europäischen Kommission.
https://commission.europa.eu/topics/eu-competitiveness/clean-industrial-deal_en