Betriebsarten

Wärmepumpen haben unterschiedliche Betriebsweisen

Monovalent

Die monovalente Wärmepumpe deckt den Wärmebedarf während des gesamten Jahres ohne Zusatzheizung. Selbst bei tiefen Außentemperaturen liefert die Wärmepumpe allzeit ausreichend Wärme.

Bivalent

Im bivalenten Betrieb sind zwei unterschiedliche Wärmeerzeuger vorhanden. Wenn die Wärmepumpe bei tiefen Außentemperaturen den Wärmebedarf nicht alleine decken kann, wird diese von einem weiteren Wärmeerzeuger unterstützt.
Bei bivalent-parallelem Betrieb sind die Wärmepumpe und der zweite Wärmeerzeuger ab einer bestimmten Außentemperatur (z. B. +3 °C) gemeinsam in Betrieb. Diese Betriebsart wird gewählt, wenn die benötigte Vorlauftemperatur bzw. die benötigte Heizenergie zu hoch ist. Dies kommt etwa im Altbaubereich in Verbindung mit einer Luft/Wasser-Wärmepumpen vor, wobei hier der meist vorhandene, alte  Wärmeerzeuger weiter genutzt werden kann. Da der Jahresdeckungsanteil gegenüber den anderen Betriebsweisen verhältnismäßig gering ist, wird diese Betriebsweise heute kaum noch gewählt. Neben der Wärmepumpe gibt es einen zweiten Wärmeerzeuger, der bei tieferen Außentemperaturen die Beheizung des Gebäudes unterstützt. Der Dimensionierungspunkt (Bivalenzpunkt) hängt von der Heizanlage und/oder der Wärmequelle ab. Der Deckungsgrad beträgt z. B. 60%.
Die bivalent-alternative Betriebsweise wird gewählt, wenn hohe Vorlauf- und Rücklauftemperaturen notwendig sind oder der Wärmestrom aus der Wärmequelle nur bis zu einem gewissen Grad ausreicht. Es heizt immer nur ein Wärmeerzeuger, also entweder die Wärmepumpe oder der zweite Wärmeerzeuger. Da der Jahresdeckungsanteil gegenüber den anderen Betriebsweisen verhältnismäßig gering ist, wird diese Betriebsweise heute kaum noch gewählt.

Monoenergetisch

Die monoenergetische Betriebsweise entspricht vom Verhalten her der bivalenten Betriebsweise. Dabei ergänzt im Bedarfsfall – also an den sehr kalten Tagen – ein elektrischer Heizstab die Wärmepumpe. Da Wärmepumpe und Heizstab dieselbe Energieform (elektrischen Strom) benutzen spricht man von monoenergetisch. Durch eine elektrische Steuerung wird vermieden, dass die Zusatzheizung nicht länger in Betrieb ist als notwendig. Es kann davon ausgegangen werden, dass nicht mehr als 5 % der jährlich benötigten Heizenergie mittels Heizstab erzeugt werden.